Detektiv werden, seriöse Detektive finden

Wie finde ich einen seriösen Detektiv?

Detektive kennen die meisten nur aus Fernsehserien oder aus dem Kaufhaus, wenn nach Dieben gesucht wird. Auf einen echten Privatdetektiv wie Thomas Magnum zu treffen, ist äußerst unwahrscheinlich. Aber, was tun, wenn man mal selber einen Detektiv benötigt? Weil man mit einem Fall, einer Situation nicht zur Polizei gehen kann oder will, oder schon dort gewesen ist und nichts getan werden kann. Wie wir alle wissen, beauftragen auch eifersüchtige Partner durchaus mal Detektive um den anderen beim Fremdgehen zu Überführen. Egal um welchen Fall es sich handelt – wie findet der Normalmensch einen guten, seriösen Detektiv, dem man vertrauliche Dinge mitteilen kann und der auch zuverlässig ermittelt und sein Geld wert ist? Das Internet ist voll von Detekteien. Die meisten stecken Geld und Arbeit in ihren öffentlichen Auftritt. Dem öffentlichen Image kann man aber leider nicht grundsätzlich trauen.

Der Bundesverband deutscher Detektive, kurz Bdd hilft da weiter. Dieser Verband existiert seit 1950. Er versucht die Arbeit seriöser Detektive gegenüber dem Staat und dem Gesetz rechtlich abzusichern. Die dort aufgelisteten Detektive dienen unserem Rechtsstaat. Er steht dafür, dass Detektive Polizei und Staatsanwaltschaft entlasten und damit zur inneren Sicherheit unseres Landes beitragen.

 

Das persönliche Gespräch entscheidet

Wer einen Detektiv benötigt, braucht schnelle und kompetente Hilfe. Das Thema ist immer sensibel. Man muss also schnell Vertrauen zum Beauftragten haben. Ein guter Eindruck der Detektei nach außen hin, nützt nichts, wenn das persönliche Gespräch enttäuscht. Die Detektei sollte über eine regionale Telefonnummer erreichbar sein. Vorsicht ist geraten, wenn die Nummer nur weitergeleitet wird.

Es ist verboten, Werbung dafür zu machen, dass eine Detektei speziell für eine Stadt zuständig ist, aber in Wirklichkeit landesweit tätig ist und nur alle Fälle abgreifen will. Oft ist es sehr wichtig, dass die Mitarbeiter einer Detektei sich sehr gut in einer Stadt auskennen, denn sie müssen vor Ort ermitteln und die örtliche ‚Szene‘ kennen. Beauftragt man also eine Detektei, die zu einem bundesweit tätigen Detektivunternehmen gehört, sollte sie auch eine örtliche Niederlassung haben, die man aufsuchen kann. Nur so kann man sicher gehen, dass die Mitarbeiter sich in der jeweiligen Gegend wirklich auskennen.

Wie wird man Detektiv?

Ein hochspannender Beruf, nicht wahr? Der jedoch mit vielen Risiken, auch finanzieller Natur, behaftet ist. Zurzeit gibt es keine anerkannte staatliche Prüfung und keinen Ausbildungsnachweis für Detektive. Lediglich die Zugehörigkeit zum BDD garantiert, dass ein Profi am Werk ist. Der Detektiv braucht im Grunde nur eine Gewerbeanmeldung für das überwachunsgbedürftige Gewerbe. Somit kann wirklich jeder in Deutschland Detektiv werden.

Unausgebildet sollte sich niemand an diesen  Beruf wagen. Es gibt zumindest eine Lehreinrichtung, die Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe (ZAD). Hier bekommt der angehende Detektiv ein solide Grundausbildung zum Detektiv, die natürlich nicht staatlich anerkannt ist. Hat er die Abschlussprüfung bestanden und wenigstens zwei Jahre erfolgreich als Detektiv gearbeitet, darf er sich „Geprüfter Detektiv“ (ZAD) nennen. Dazu gibt es auch noch viele Fort- und Weiterbildungen beim BDD.

 

Historisches zum Beruf

Um den Beruf etwas besser einzuordnen, hilft es einen Blick in die Vergangenheit zu werfen. Der Beruf des Privatdetektivs ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt. Er entwickelte sich aufgrund der steigenden Kriminalität in der Industriealisierung. Heute ist der Schwerpunkt weit weg vom privaten Bereich hin zum wirtschaftlichen Bereich gewandert. Der Detektiv hat im Grunde keine Befugnisse, ist aber nicht so eingeschränkt wie eine staatliche Behörde. Er kann sich so frei bewegen wie ein Privatmensch.

Heute beauftragt man Detektive entweder bevor in einem Fall staatliche Ermittlungen eingeleitet werden oder auch während. Der Detektiv wird von Privatpersonen, genauso wie von Rechtsanwälten oder Unternehmen beauftragt. Die Ermittlungen des Detektives können am Ende durchaus in gerichtliche Prozesse einfließen, wenn sie gerichtsverwertbar sind. Das bedeutet, der Detektiv muss sich juristisch also unbedingt vor seiner Tätigkeit ausreichend ausbilden lassen.

Geht es um wirtschaftliche Interessen, sind die ermittelten Informationen heikel. Hier können individuelle Regelungen vorgenommen werden. Oft vermeidet man damit auch, dass ein Unternehmen öffentlich in Misskredit gebracht wird. Da Detektive heute sehr viel im Wirtschaftssektor tätig sind und die Wirtschaftskriminalität der modernen Welt angepasst ist, kommt der Detektiv um eine weitreichende Bildung auch im Fach BWL nicht herum.

Wer kommt für den Beruf des Detektivs in Frage?

Obwohl sich heute jeder selbst zum Detektiv ernennen kann, gibt es doch einige Voraussetzungen, die förderlich für diesen Beruf sind. Dies sind ein Hauptschulabschluss und eine Berufsausbildung, gerne im verwaltungsfachlichen und kaufmännischen Bereich, wegen der späteren Einsatzorte im Sektor Wirtschaft. Notar- und Rechtsanwaltgehilfen sind ebenfalls gut geeignet, weil sie über ein gutes juristisches Grundwissen verfügen. Darüber hinaus sind Personen, die Ausbildungen bei der Polizei oder bei der Bundeswehr absolviert haben, ebenfalls gut vorgebildet.

Als Person muss der Detektiv über verschiedene Charaktereigenschaften verfügen. Er darf natürlich nicht geschwätzig und besonders extrovertiert sein. Da er eine Vertrauensperson ist, muss er gewohnt sein zu schweigen und sehr zuverlässig sein. Diese Eigenschaften sollte er auch in seinem Auftreten signalisieren. Zusätzlich muss er eine Reihe andere Eigenschaften entweder mitbringen oder sich aneignen. Dies sind Hartnäckigkeit, Disziplin und Einsatzbereitschaft, Kommunikationsbereitschaft, schauspielerische Fähigkeiten und ein geschultes gutes Gedächtnis. Logisches Kombinieren sollte ihm nicht schwerfallen. Heutzutage muss der Detektiv zudem eine schnelle Auffassungsgabe haben, was technische Zusammenhänge angeht. Natürlich muss er sich mit Computer und Internet gut auskennen, denn viele Informationen kann er heute online abrufen.

Wie viele Detektive gibt es in Deutschland?

Offiziell gibt es zurzeit in Deutschland 1.508 Detekteien und ca. 3.300 Personen, die als Detektiv arbeiten. Dazu gehören aber auch Wach- und Sicherheitstätigkeiten.

Was sind die heutigen Tätigkeitsfelder eines Detektivs?

Hier folgt ein kleiner Auszug der möglichen Tätigkeitsfelder eine modernen Detektei:

  • Artnapping / Kunstraub
  • Schwarzarbeit
  • Betrug
  • Cybermobbing
  • Einschleusung
  • Erbangelegenheiten
  • Familienrecht
  • Industriespionage
  • Fälschungen
  • Konkurrenzanalyse
  • Lebenslauflügen
  • Spesenbetrug
  • Stalking
  • Versicherungsbetrug
  • Vermisstensuche
  • Vandalismus

JFP

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