Dropbox, Pinterest und Zalando gehören zu den wertvollsten Startups

 

Infografik: Die wertvollsten Startups der Welt | Statista

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Zalando gehört zu den wertvollsten Startups – trotz anhaltender Kritik

Die deutschen Samwer Brüder, die Beteiligungen u.a. an Zalando, Home24, Groupon und Westwing haben, gehören mit ihren Projekten nun zu den weltweit wertvollsten Startups. Obgleich sie mit einigen Geschäftsmodellen noch rote Zahlen schreiben, ist ihr ‚Internetinkubator‘, die Rocket Internet AG,  wohl eine ihrer besten Ideen gewesen. Andere Projekte, so kritisiert man sie, kupfern sie lediglich bis ins kleinste Detail (sogar bis ins Design) ab.

Ihre Rocket Internet AG ist eine sogenannte Startup-Schmiede, die mit Millionen-Investitionen neue Internet-Projekte unterstützt. Investieren bis es sich lohnt, scheint das Motto der drei Brüder aus wohlhabendem Elternhaus zu sein. Eines ihrer Hauptprojekte, Zalando, steht trotz anhaltender Kritik in den Top 10 der wertvollsten Start-Ups weltweit. Der Modeversand macht zwar gut Umsatz, rentiert sich aber noch nicht. Erst in einigen Jahren rechnet man mit schwarzen Zahlen, so lange werden es die Mitarbeiter wohl noch schwer haben.

Die Rocket AG unterstützt zurzeit Groupon, Zencap und eDarling. Es wird nicht nur mit finanziellen Mitteln geholfen, sondern auch mit der Bereitstellung von Büroräumen, Marketingdienstleistungen und IT-Support. Ebenfalls bekommen die Start-Ups Zugang zu einem ganzen Netzwerk aus weiteren Investoren. Mit 27 Standorten weltweit will man global investieren. Die Geschäftsmethoden der AG wurden in den vergangenen Jahren immer wieder kritisiert, da man keine eigenen Ideen entwickelte, sondern entweder klaute oder bloß investierte. Die Kritik ging intern sogar so weit, dass das Management neu besetzt werden musste, denn die Mitarbeiter verließen freiwillig das Unternehmen, trotz hohen Gehaltes.

Die Samwer Brüder – eiskalte Kopierer oder clevere Geschäftsmänner?

1999, als die drei Brüder im Schnitt Ende 20 waren, begannen sie erste Millionengeschäfte zu tätigen. Sie kopierten damals ebay und nannten ihr Auktionshaus „alando.de“. Kein Zufall also, dass ihr Modeversand heute Zalando heißt. Obwohl man schon vermutete, es wäre ein Wortspiel aus den Buchstaben von „Amazon“. Ebay wurde damals auf die deutsche Konkurrenz aufmerksam und kaufte das Unternehmen kurzerhand auf. Einer der Brüder, Oliver Samwer, wurde zum Geschäftsführer von eBay Europa ernannt.

2000 fing man an weitere gute Kontakte zu knüpfen, die drei Brüder gründeten die Jamba GmbH und zwar gemeinsam mit so bekannten Firmen wie Media Markt, Saturn, Debitel und ElectronicPartner. Heute ist Jamba in Europa der größte Anbieter von Handy-Klingeltönen. Jamba wurde schließlich 2004 an einen US-amerikanischen Konzern verkauft.

2006 engagierten sich die Samwer Brüder erstmals im großen Stil als Risikokapitalgeber.  Sie investierten in folgende Unternehmen und Plattformen: MyVideo, studiVZ.net, trivago, myhammer.de, bigpoint.com, myphotobook.de und wie allgemein bekannt, in Zalando. Weitere Beteiligungen u.a. an DaWanda folgten, inzwischen wird das Vermögen der geschäftstüchtigen Brüder auf 350 Millionen Euro geschätzt.

Wie man sieht, gibt es bald kein erfolgreiches Internet- Unternehmen, in dem die Samwer Brüder nicht die Hände mit im Spiel haben. Ob diese Entwicklung ihnen langfristig zu viel Macht verleiht, bleibt abzuwarten. Schon jetzt kann man aber Parallelen zum mächtigen Bertelsmann Konzern erkennen, der sowohl die Printmedien, das TV und die Politik maßgeblich beeinflusst.

 JFP

 

 

 

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