Kapselmaschinen – umweltfreundlich Kapseln selber befüllen

caffissimoTchibo Cafissimo Classic

Kaffee-Kapselmaschinen gelten als große Umweltsünde. Eigentlich zurecht, denn wer tatsächlich für jede einzelne Tasse Kaffee eine Kapsel verbraucht, belastet Umwelt und Geldbeutel absolut unnötig. Trotzdem können die meisten Kaffee-Fans nicht von den praktischen kleinen Automaten lassen. Zu gut schmeckt der Kaffee so frisch durchgebrüht, zu komfortabel ist die einzelne Tasse Kaffee auf Knopfdruck.

Umweltaktivisten und nüchtern rechnende Zeitgenossen haben längst herausgefunden, dass der ahnungslose Kaffee-Freund mit so einer Kaffeemaschine sein Geld nur so verpulvert, Berge von Müll produziert und Ressourcen verschwendet. Das stimmt! Wenn man tatsächlich für jede Tasse Kaffee eine neue Kapsel verbraucht. 80 € soll umgerechnet ein Pfund Kaffee über diese Kapseln kosten. Im Schnitt kostet so eine Tasse Kaffee à einer Kapsel ca. 28 Cent. Das ist immer noch wesentlich günstiger als die Tasse Kaffee im öffentlichen Café, so argumentieren die Fans der Kapselmaschinen.
Viel schlimmer aber wiegt wirklich die Verschwendung der Umwelt-Ressourcen, denn für die kleinen Kapseln wird sehr viel Aluminium verbraucht und Kunststoff. Das alles wäre nicht nötig, würde man wie früher seinen Kaffee in der herkömmlichen Filtermaschine zubereiten oder selbst brühen. Auch das geht relativ schnell, um mal ganz ehrlich zu sein.

Nun bislang war ich auch hartnäckiger Gegner der umweltbelastenden Kapselmaschinen und habe den Trend milde belächelt. Bis ich eine Maschine umsonst bekam und mal den Geschmack testen konnte. Um alle Bestürzung auszubremsen: Ich hatte nicht vor, den täglichen Kaffeekonsum über die Kapselmaschine zu absolvieren. Es sollte der Kaffee für Besuch und besondere Gelegenheiten sein. Aber es kam anders. Zunächst mal wollte ich noch nie glauben, dass man die kleinen Kapseln nicht selber befüllen kann und so nahm ich direkt die erste benutzte Kapsel auseinander.

Kapseln selbst befüllen – die Maschine nimmt es gelassen

Zu meinem Erstaunen sind diese Kapseln nicht ganz primitiv mit Kaffeepulver gefüllt und oben wie ein Kondensmilchdöschen verschlossen. Nein, bei meiner Kapselsorte von Tchibo für den Caffissimo-Automaten haben die kleinen Kapseln oben und unten kleine Filter aus Plastik eingebaut! Ganz schön aufwendig und was für eine Verschwendung, die kleinen Filter nur für eine einzige Tasse Kaffee immer wieder neu herzustellen. Stimmt doch, oder?

Die Kapseln einfach selber zu befüllen mit einer selbst gebastelten Kappe zu versehen, erschien mir zu riskant. Das könnte die Maschine kaputt machen. Wenn dies so einfach wäre, würden das doch alle machen, statt Müllberge zu produzieren und Aluminium zu verschwenden – dachte ich. Also erstmal im Internet recherchiert.

Und siehe da: Meine Idee hatten vor mir schon viele! Man kann die Kapseln tatsächlich selbst befüllen und zwar geht das für alle möglichen Sorten von Kapseln, die unterschiedlich aufgebaut sind. Warum sich das noch nicht herumgesprochen hat, ist mir ein Rätsel. Viele scheinen zu glauben, es wäre unumgänglich, dass der Kapselautomat-Besitzer dauernd Unmengen an Kapseln verbraucht. Wenn es der Maschine nicht schadet, warum füllen nicht alle ihre Kapseln händisch nach? Ich weiß es nicht, vielleicht wissen unsere Leser mehr und kommentieren dazu.

Ich jedenfalls brühe mir jetzt meinen Kaffee mit der Kaffeesorte, die gerade vorrätig ist, selbst und bin mit dem Ergebnis hochzufrieden! Auch Kaffeesorten, die sonst zu mild und wässrig schmecken, entwickeln mit der Kaspel-Methode ein gutes Aroma. Trotzdem bleibt die Filtermaschine im Einsatz oder es werden schnell mehrere Tassen Kaffee selber gebrüht. Die Kapselmaschine ist wirklich etwas für den besonderen Kaffee-Genuss.

 

Ihr findet auf youtube zahlreiche Anleitungsvideos, wie ihr die Kaspeln für euren Automat befüllen könnt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Die Kapseln brauchen oft noch nicht einmal einen neuen Deckel, sondern man muss nur das Filter  aufsetzen. Probiert es aus und informiert euch vorher, ob eure Kapselmaschine das mitmacht oder ob es etwas besonderes zu beachten gibt.

 

 

 

Ihr habt einen Kaffeeautomat ohne Milchschäumer? Das macht nichts, die Milch könnt ihr mit einem guten batteriebetriebenen Quirl perfekt selber schäumen. Allerdings taugen die meisten Geräte kaum was, oder sie sind nur am Anfang leistungsstark und lassen dann so nach, dass kein Milchschaum mehr entsteht. Empfehlen kann man den Amazon-Bestseller ScanPart, der nur 7 Euro kostet und alle Konkurrenten im Regen stehen lässt.

Bildrechte: Amazon.de

J. Florence

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