Tier-Allergie? Nicht gleich aufgeben!

Der Kater kann bleiben

 

Immer wieder lese ich traurige Annoncen wie „Muss mich wegen Allergie von meinen Katzen/Meerschweinen/Hasen trennen“, oder wahlweise von Hund oder Pferd. Mein armer Vater litt sein ganzes Outdoor-Berufsleben lang ausgerechnet an Heuschnupfen. Freunde und Kollegen quälen sich ab dem allerersten Pollenflug mit geröteten Augen, Nies-Reiz oder gar Asthma. Von der ständigen Müdigkeit und Belastung durch den Nerv tötenden Dauerschnupfen, verquollene Nebenhöhlen und anhaltende Bindehautreizung ganz zu schweigen: Allergien sind für viele leider harter Alltag.

Für mich sind Kontakt und Freundschaft zu Tieren ein Stück Lebensqualität und Seelenelixier. Doch mit den Jahren erhärtete sich leider mein Verdacht, selbst eine Katzen-Allergie zu haben. Vor etwa 17 Jahren fand ich auf einer Autobahnausfahrt weitab von jeder Behausung ein winziges Katzenkind. Ich päppelte es auf, es gedieh zu einer grazilen und liebenswürdigen Langhaar-Diva. Mit dem Beginn der Katzen-Pubertät setzte dann pünktlich meine Allergie ein und trieb mich an den Rand des Bronchialasthmas. Für eine alternative Behandlung fehlten mir damals Geld und Glauben. Schulmediziner rieten mir pragmatisch (und herzlos, wie ich fand): Geben Sie die Katze weg, meiden Sie das Allergen, basta.

Für die Mieze fand sich zum Glück ein guter Platz bei Freunden. Doch auch wenn ich mich ersatzweise an Hunden, Pferden, Igeln, Hühnern, Enten und sonstigem Getier erfreuen und im Gegensatz zu Heuschnupfen-Patienten den Frühling genießen darf: In meinem Herzen wären da immer noch ein, zwei Plätzchen frei…

Jahre später recherchierte ich für ein Internetportal zum Thema Schwarzkümmelöl. Las kreuz und quer über Studien, Anwendungsgebiete, Wirkung und Herkunft.

War fasziniert, dachte an mein Katzen-Thema, kaufte Schwarzkümmelöl und nahm fortan einen Esslöffel pro Tag ein. Das halte ich seither mit geradezu erschreckender Konsequenz durch. Das kalt gepresste Öl schmeckt würzig und ist gut verträglich. Weil es den Organismus mit vielen Vitalstoffen versorgt, bringt es das Immunsystem in Hochform: Eine Freundin, deren Markenzeichen jahrelang eine Dauererkältung war, kommt nun mit maximal drei Tagen Schnupfen über den Winter. Einige Heilpraktiker nutzen das Öl auch als eine Komponente einer Darmsanierung.

Wer über Schwarzkümmelöl liest, stolpert zwangläufig über die Versuche des Münchner Immunologen Dr. Peter Schleicher. Bei etwa 70% seiner allergischen Test-Patienten trat bei Einnahme des Öls eine deutliche Besserung der Allergiesymptome ein. Denn offenbar sagt es in vielen Fällen dem Immunsystem, wo es „lang geht“, welche Eindringlinge den großen Aufmarsch der Antikörper-Armee rechtfertigen, und welche lächerlich harmlos sind. Es wirkt damit wie eine Art Beruhigungsmittel auf eine hyperaktive Immunabwehr.

Sie ahnen es längst: Es gibt (fast) schon ein Happy End: Nach etwa vier Wochen mit dem allmorgendlichen Esslöffel Schwarzkümmelöl machte ich die Probe aufs Exempel: Ich überfiel eine verdutzte Tierheim-Besatzung mit der Bitte, doch mal eben ihre Katzen probeknuddeln zu dürfen.

Ich durfte. Ich badete förmlich in Katzen. In dem etwas stickigen „Katzenzimmer“ befanden sich 12 ausgewachsene Katzen in allen Größen, Farben und Fell-Längen. Adulte Tiere sind allesamt Träger der allergenen Proteine Fel d1 bis d7, die mein Immunsystem bislang sinnlos in Rage brachten. Die Proteine werden in Talg-, Speichel- und Analdrüsen der Stubentiger produziert, gelangen beim Streicheln, beim Lecken, Kratzen oder Beißen und selbst durch die Atemluft an und in den menschlichen Körper.

Und ich saß endlos lange mitten unter dem Katzenvolk, kraulte hingehaltene flauschige Köpfchen und Öhrchen, ließ mich vom tiefen Schnurren magnetisieren – und konnte es kaum fassen. Auch Stunden später gab es kein Jucken, kein Niesen, kein Hüsteln, kein „Dichtmachen“ der Nasennebenhöhlen.

Ich wiederholte die Aktion mehrfach mit gleichem Erfolg und arbeitete inzwischen sogar ehrenamtlich im Tierheim mit – früher undenkbar!

Entsprechend begeistert kann ich jedem Allergiker nun zumindest einen Versuch mit Schwarzkümmelöl empfehlen: Denn schon eine Abschwächung der Symptome auf natürlichem Wege ist bereits eine Erleichterung. Abgesehen davon: Ein geliebtes Tier weggeben zu müssen, ist eine traurige Sache.

Sicher gibt es schwerere Fälle als meinen. Multiple Allergien, die in lebensbedrohliches bronchiales Asthma münden und sich jeder Therapie widersetzen, lassen sich nicht ohne Antihistamine oder Asthma-Spray bewältigen. Viele Jahrzehnte lang wurden Hyposensibilisierungsverfahren erprobt. Nicht immer stellte sich der erhoffte Erfolg ein. Überdies greift nicht jede Therapie bei jedem Menschen. Aktuell arbeitet die Pharmaindustrie an einer ultimativen Injektionskur für Heuschnupfen-Opfer, doch auf die Zulassung des Impfstoffes müssen Patienten noch voraussichtlich bis 2020 warten.

Der Versuch mit dem Schwarzkümmelöl war in meinem Fall ein Erfolg und ich kann ihn nur wärmstens weiterempfehlen. Ergänzt habe ich meine „Therapie“ inzwischen mit zwei Sitzungen bei einem Experten für Bioresonanz – ebenfalls eine umstrittene, aber häufig erfolgreiche Methode, um Allergien praktisch zu „löschen“.
Einziger Haken: Noch immer kann eine von etwa 50 Katzen bei Kuschelkontakt die Allergie wieder auslösen. Dieses Tier muss ich dann meiden. Dagegen gibt es keine Hilfe. Mit meinem Simba aber klappt alles, er schläft sogar auf dem Kopfkissen, ohne Augenjucken und Nies-Attacken auszulösen.

Woher die ständig steigende Zahl von Allergien und Allergikern herrührt, warum einige sich abmildern oder „löschen“ lassen und andere jeder Therapie Widerstand leisten, ist ungeklärt. Eine Reihe von Medizinern verficht gar die Ansicht, dass in Drittweltländern Darmparasiten das Immunsystem hinlänglich beschäftigen und aus diesem Grund praktisch niemand an Allergien litte. Das hieße nun im Umkehrschluss, dass ein Spul- oder Bandwurm die Voraussetzung für die Gesellschaft einer Katze wäre? Igitt. Ich hätte dann doch lieber eine zweite Katze als Haustier, bitte sehr.

 

Liebe Länder, Reisen, Bücher, Natur, Tiere - bin studierte Ethnologin, und seit 3 Jahren Texterin, u. a. für Gesundheits- und Lifestyle-Themen.

4 Gedanken zu „Tier-Allergie? Nicht gleich aufgeben!

    • Hallo, liebe Karin,
      also wie beschrieben, ich habe ca. 3 Monate lang täglich je einen Eßlöffel Schwarzkümmelöl eingenommen – danach konnte ich mit Katzen Kontakt haben, kein Thema mehr.
      Ausprobieren – wenn Du gern eine Katze hättest.
      Ich habe noch sicherheitshalber einen Sommer lang im Tierheim im Katzenhaus gearbeitet, und dabei „zufällig“ meinen Kater kennengelernt.
      Garantieren kann ich Dir keinen Erfolg, aber das Schwarzkümmelöl ist auch sonst sehr gesund und stabilisiert das Immunsystem.
      Einfah ausprobieren wenn Du Katzen haben möchtest.

      Herzliche Grüße
      Barbara

  1. Hey, ich habe auch eine Katzen Allergie und hatte gerade in meiner Jugend einen großen Nachteil dadurch. Ich konnte z.B bei keinem Freund übernachten der eine Katze hatte usw. dazu hat mich jedes Spielen mit der Katze zu meiner Allergie gebracht. Heute hat es sich durch Zauberhand ein wenig gelegt, aber die Allergie ist immer noch vorhanden.

    • Hallo – wenn Dein Herz an Katzen hängt: Heilpraktiker führen Bioresonanz durch, habe ich ergänzend gemacht.
      Das Schwarzkümmelöl senkt wie beschrieben die Über-Reaktion des Immunsystems auf Allergene.
      Außerdem ist Hyersensibilisierung beim Arzt noch eine weitere Möglichkeit.
      Lass Dich nicht vom Doc abspeisen, von wegen da ginge nichts. Früher haben viele Ärzte behauptet, man müsste die Katze abgeben, Punkt, fertig.

      Es gibt auch unterschiedliche Allergien: Manche sind tief in der Psyche verankert. Andere sind so vielfältig und haben so viele verschiedene Auslöser, dass eine Behandlung wirklich schwer wird. Und Experimente, wenn bereits lebensbedrohliche Asthma-Anfälle auftreten, sind nicht ratsam.
      Bei Dir, Georg, scheint das aber nicht so schlimm zu sein. Mit etwas Zeit und Geduld solltest Du das also hinkriegen.

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