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Die Sache mit der Meinungsfreiheit im Netz

Der Duden definiert das Wort „Mobbing“ mit folgenden Worten: Intrige, Kabale, Quälerei. „Cybermobbing“ wird wie folgt erklärt: Schikanieren, Diffamieren von Personen über das Internet.

Das Problem, das sich für Mobbingopfer ergibt, liegt in der Tatsache begründet, dass sich Personen, die andere Menschen öffentlich angreifen, hinter dem Begriff der Meinungsfreiheit verstecken. Das sogenannte „Recht zur freien Meinungsäußerung“ ist jedoch nur solange geschützt, solange niemand anderes einen Schaden erleidet, er beleidigt wird oder falsche Behauptungen aufgestellt werden. Die Meinungsfreiheit ist kein rechtsleerer Raum, in dem sich jeder austoben kann, wie es gerade beliebt. Die Meinungsfreiheit gilt nur dann, wenn alle anderen Menschenrechte wie Ehre, Würde, usw. gewahrt bleiben.

Typisch deutsch? Auch die Currywurst…

Ende Oktober letzten Jahres wurde diese Umfrage gestartet: „Welche Personen oder Dinge stehen Ihrer Meinung nach für Deutschland?“. 1081 Menschen gaben Antwort. Das Ergebnis ergibt ein interessantes Bild, ein bunter Mix aus Peinlichem, Beschämendem aber auch verschiedenen Themen, Personen und Errungenschaften, auf die wir wirklich stolz sein können. Schön, dass Goethe und Volkswagen so weit vorne sind. Tatort, Wurst, Heino und Helene Fischer und Karl Marx … in dieser Reihenfolge: auch interessant. Erstaunlich, dass Willy Brandt so vielen im Gedächtnis geblieben ist und auch erstaunlich, warum die Band Kraftwerk dort auftaucht.

Derailing – endlich gibts ein Wort für gezielte Störung von Diskussionen

Dank eines aktuellen Artikels des wirklich informativen Magazins t3n bin ich heute ein Stückchen schlauer als gestern und auch erleichtert. Der Artikel „Derailing im Netz“ beschreibt genau das, was mich seit längerer Zeit ärgert und einem das Posten und Diskutieren in den sozialen Netzwerken zunehmend verleidet. Es geht darum, dass man mit Kommentaren ganz leicht vom Inhalt eines Artikels, eines Posts oder eines anderen Kommentares ablenken kann, die Diskussion entgleisen und die Kernaussage unter den Tisch fallen lassen.

Psychogramm des Mobbers – Mobbing-Serie Teil 5

Fressen und Gefressen werden – Mobbing-Serie Teil 2

Mobbing-Mechanismen – warum überhaupt mobben wir?

Das „Jagen“ und Ausschließen von nicht passenden Individuen aus der Population mit allen Mitteln ist so alt wie die Evolution selbst. Sichert es doch das Überleben der Spezies, wenn vermeintlich schwache Exemplare den Jägern als „leichte Beute“ präsentiert werden. Während die Hyänen (wobei sich hier die vierbeinigen Exemplare fast beleidigt fühlen könnten) sich zusammenrotten, kann das potentielle Opfer sich vielleicht noch retten: Wer über den Dingen steht, sich vielleicht Hilfe von „oben“ sucht, findet vielleicht doch wieder Schutz in der Gruppe. Aber eben nur vielleicht. Den je nachdem, wie weit fortgeschritten der Ausgrenzungsprozess schon ist und je nachdem, wieviel blinden Jagdeifer die Meute schon an den Tag legt, kann es gut sein, dass hier alle offenen Lösungsversuche und vernünftigen Argumente zum Scheitern verurteilt sind.

Fressen und Gefressen werden – Mobbing-Serie Teil 4

Was tun bei Mobbing – kann man sich wehren?

Mit den möglichen Konsequenzen vor Augen stellt sich natürlich die Frage, ob und was man gegen Mobing tun kann. Die schlechte Nachricht ist: Haben sich ein oder mehrere Mobber auf ein Opfer eingeschossen, kann sich dieses kaum oder gar nicht allein dagegen wehren. Mobber haben meist ein gutes Gespür dafür, wer in der Umgebung eher ein Einzelgänger und damit ein leichtes Opfer ist. Hier gilt das Gesetz der Prärie: Beutetiere, die hinter der Herde, warum auch immer, zurück bleiben, oder aus dieser ausscheren, sind so gut wie tot. Und die Jäger lernen schnell, schon im Vorfeld zu erkennen, welches Tier das voraussichtlich sein wird….

Fressen und Gefressen werden – Mobbing-Serie Teil 3

Mobbing und seine Folgen

Auswirkungen nach außen

Leider muss es ausgesprochen werden: Mobbing führt meist zum Ziel. In Angestellten-Verhältnissen muss meist einer das Feld räumen, weil eine Bereinigung der Situation anders nicht möglich erscheint. In großen Betrieben geht dies meist noch mit einer Versetzung, in kleineren Firmen endet es oft mit der Kündigung. Des Gemobbten, nicht des Mobbers, in beiden Fällen. Entweder, weil sich das Opfer ohnehin nach einer neuen Umgebung umsieht, um der psychisch sehr belastenden Situation zu entkommen. Oder, weil Vorgesetzte und Kollegen es einfacher finden, das vermeintlich schwache Opfer zu entfernen, als den Aggressor. Oft aber auch, weil unter dem Einfluss von Mobbing Fehler passieren. Konzentration, Arbeitsgeschwindigkeit und Motivation leiden gewaltig, wenn ohnehin jedes Verhalten, jeder Schritt, jedes Wort gegen einen verwendet wird. Und mit offensichtlichen oder auch nur „hineininterpretierten“ Fehlern in der Akte hat man nun einmal einen schweren Stand, wenn es darum geht, den Job zu behalten.

Fressen und Gefressen werden – Mobbing-Serie Teil 1 (Blogparade)

Mobbing geht uns alle an

Vor 20 Jahren allenfalls als Zickenkrieg, Machtkampf oder einfach Konkurrenzgehabe verharmlost oder totgeschwiegen, ist Mobbing heutzutage überall präsent. Zu Mobbing wird geschrieben, es gibt spezielle Coachings, Ratgeber und weiß der Teufel noch was zu diesem Thema und dennoch: Es ist niemals genug, es gibt keine probaten Rezepte dagegen. Jeder kennt zumindest eine Person, die persönlich davon betroffen ist oder war. Und mindestens eine, die ihrerseits andere gemobbt hat.

Das Alien in einer parallelen Realität

Aliens and Crop Circles

By Gaspirtz (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Erinnert sich noch jemand an die Werbung, wo zwei Männer an einem Tisch sitzen und Fotos auf den Tisch knallen: Mein Haus, mein Auto, meine Frau…? Nein? Aber bestimmt an eine Situation, wo wechselseitig angegeben wird, was man nicht hätte, könnte, täte, wen man nicht kennen würde – bevorzugt auf Klassentreffen, in Internetforen oder sonstigen Gelegenheiten, bei denen Menschen aufeinander treffen, die im „realen Leben“ kaum etwas miteinander zu tun haben. Und wer nicht in mindestens einer Kategorie mit einem Superlativ aufwarten kann, ist eigentlich schon zum Versager gestempelt. Weswegen es auch das altbekannte Klischee vom Nachbarn gibt, der sich postwendend ein neues, größeres Auto kaufen muss, wenn er herausfindet, dass jemand in seiner Straße gerade eins gekauft hat. Es scheint also ein zutiefst menschliches Bedürfnis zu sein, sich gegenseitig zu übertrumpfen, aber warum eigentlich? Wieso ist dieses „Ich bin aber besser-Spiel“ eine solche Notwendigkeit, dass sich Menschen sogar verschulden oder sonstwie ruinieren, nur um auch mitspielen zu können?

Gurus, Götzen und Propheten – jeder hat ein Recht auf MEINE Meinung!

Der Mensch an sich braucht etwas, an das er glauben kann, so ist er eben. Egal ob innerhalb einer monotheistischen oder polytheistischen Religion, seit Anbeginn der Zeiten gab es irgendwelche höheren Wesen, die angebetet wurden und deren Wille Gesetz war. Und auch jene, die behaupten an nichts zu glauben, glauben halt eben an NICHTS. Oder nennen es Schicksal, Zufall, Philosophie, Weltverschwörung, Aliens…. die Liste ist beliebig verlängerbar. Daran ist nichts verwerfliches, ganz und gar nicht, auch wenn ich diverse Auswüchse diverser Religionen strikt ablehne, so ist doch der Glauben an sich als solcher etwas, das die geistige Gesundheit in schwierigen Lebensphasen ganz erheblich steigern kann.