Skandinavisches Design – auch in der Küche top

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Skandinavische Designer überzeugen uns in der Inneneinrichtung und in der Mode. Man kann fast sagen, sie machen so ein bisschen die Konkurrenz aus anderen Ländern platt. Nicht erst seit dem Hygge-Trend stehen auch hierzulande viele auf das wunderbar minimalistische, pure Design, das so herrlich Alltag mit den besonderen Anlässen verbindet. Schnörkellos, direkt, immer absolut funktional, einfach, unkompliziert, unaufgeregt – so ist die nordische Mode für den menschlichen Körper und für sein Wohlgefühl, was Mode und auch Haushalt angeht.

Irgendwie wissen die Skandinavier was der Mensch so braucht und auch, was einfach zu viel ist. Es gibt kein Chi-Chi, es gibt nichts Unbequemes. Wer diesen puren und naturverliebten Stil in der Einrichtung mag, der wird auch Haushaltswaren aus dem Norden lieben.

Auch in diesem Bereich sahnen die Nordlichter regelmäßig Preis ab und zwar zu Recht! Skandinavisches Design für Küchenartikel wirkt wunderbar gemütlich, urig, dabei aber auch modern und praktisch. Einer der Top-Designer ist der dänische Ernährungswissenschaftler Christian Bitz, geb. 1977 in Kopenhagen. Er lebt für gesunde Ernährung und einen Lebensstil der fithält. Sogar in Kopenhagens Krankenhäusern ist er aktiv und dort wissenschaftlicher Direktor. Für ihn wurde 2015 die erste Küchen- und Haushaltsartikel Kollektion entworfen.
Aus natürlichen Materialien in ungewöhnlichen und schönen Farbgebungen spricht das Bitz-Geschirr Männer und Frauen an, die Steingut und natürliche Glasuren lieben, klare, ästhetische Formen und ungewöhnliche Farben wie Schwarz für das Besteck.

Skandinavische Tradition Geschirrherstellung

Viele werden es gar nicht, wissen, aber die Skandinavier kennen sich seit über 100 Jahren sehr gut mit der Herstellung von Gesichirr aus. Heute zeugen weltbekannte gefragte Marken wie Rörstrand, Royal Copenhagen, Lene Bjerre, Bloomingville oder Arabia von der langen Tradition und vor allem Erfahrung in der Fertigung von hochwertigem Geschirr. Dabei lieben sie vor allem Steinzeug, was für uns eher ungewöhnlich ist. Wir kennen es eher von manchen Kräuterschnäpsen. Aber die Skandinavier essen davon und trinken daraus und das hat seinen guten Grund. Das Steinzeug wird bei hohen Temperaturen gebrannt und somit ist die Rohform schon in unglasierter Form sehr widerstandsfähig. Ja, Steinzeug zerspringt nicht so leicht wie unser geliebtes Porzellan.

Skandinavische Hersteller lieben aber nicht nur das traditionelle Steinzeug, sondern auch die Kunst der Porzellanfertigung oder Geschirr aus Emaille. Die Labels sind einfach bekannt für zeitlose und geschmackvolle Designs am Geschirr. Marken wie Kähler, Marimekko und Rörstrand sind weltweit bekannt für ihre Erfolgs-Serien wie Ostindia und  Oiva. Aktuell macht das finnische Label Muurla, das seit 1974 auf dem Markt ist mit seinen Emaille-Artikeln von sich Reden. Hier stehen liebevoll bemalte Emaille-Becher im Vordergrund. Wir kennen diese Becher meist aus Kindertagen. Denn man kaufte sie früher für die Kinder, weil die Kassen nicht kaputtgehen, wenn sie herunterfallen. Heute schätzt man sie noch aus anderen Gründen: Sie sind geschmacksneutral und haben vor allem keine Weichmacher in sich. Es ist auch nur die Außenseite emailliert.
Mittlerweile gibt es einige Online-Shops, die sich ganz auf den skandinavischen Lebensstil reduziert haben und das pure Wohlgefühl für Heim und Home bieten. Es ist auch längst überfällig, dass sich die Deutschen nicht mehr nur bei Ikea eindecken, sondern ein bisschen über den skandinavischen Tellerrand schauen und sich andere nordische Marken gefallen lassen.

 

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